Roman Stöppler

23. März 2022

WAS IST EIGENTLICH RESILIENZ

Was macht uns widerstandsfähig? So könnte man Resilienz übersetzen. Das lateinische resilire wurde ursprünglich in der Physik genutzt. Ein „Zurückspringen“ in die Ursprungsform oder Abprallen, also dass Objekte Krafteinwirkung ohne merkliche Veränderung über sich ergehen lassen können. Diese Objekte sind resilient.

In der Psychologie bedeutet es, Ich-Stärke. Dass Menschen auf Herausforderungen mit Anpassungen ihres Verhaltens reagieren können. Resilienz ist also selbst eine Ressource des Menschen, wird aber auch von anderen Ressourcen unterstützt bzw. gefördert. Die bekannstesten sind Coping (Bewältigungsstrategien), Hardiness (Widerstandsfähigkeit) aber auch Selbsterhaltung und die Fähigkeit sich zu motivieren. Damit steigern wir unsere Selbstwirksamkeit und das Gefühl der Kontrolle über unser Leben (Locus of Control).

Nach Kobasa (1979) gelingt es vielen Menschen, trotz schwerer Belastungen seelisch gesund zu bleiben (also per Definition resilient zu sein), wenn diese drei Komponenten ausreichend vorhanden sind:

  • Glaube an die Wichtigkeit der eigenen Person
  • Stressoren als Herausforderungnicht als Bedrohung wahrzunehmen
  • Überzeugung, den weiteren Verlauf selbst beeinflussen und kontrollieren zu können

Viele Ratgeber spiegeln diese Punkte in Sätzen wie: Du darfst auch „Nein“ sagen; An sich zu denken ist OK (Kontrolle und Wichtigkeit der Person) oder selbstwertfödernden Äußerungen (Herausforderung und nicht Bedrohung sehen) wie: Du bist OK so wie du bist, bis hin zu einfachem „Tschakka – Du schaffst das“, „Ich habe Vertrauen in mein Leben und entfalte mein ganzes Potential“.

Was das Ganze mit dem „Locus of Control“ zu tun hat erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

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